Grundschule Gau-Bischofsheim auf Entdeckungsreise im Humuswerk
Am 06. März 07 lud der Elternbeirat unserer Grundschule alle interessierten Schüler der Klassen 1 bis 3 zu einer Entdeckungstour ins Humuswerk Essenheim, einem Betrieb der Abfallwirtschaftsbetriebe für den Kreis Mainz-Bingen, ein.
Schnell fanden sich 25 Kinder, die mit einem gemieteten Bus um 14.15 Uhr vom Schulparkplatz in Richtung Essenheim starteten.
Alle waren der Empfehlung gefolgt und trugen robuste Kleidung, die auch schmutzig werden konnte.
In Essenheim angekommen erwartete uns Frau Mühling, die sich darauf spezialisiert hat, Kindergartenkindern und Schulkindern für den richtigen Umgang mit unserem Müll zu sensibilisieren.
In einer Art "Klassenraum" erklärte sie uns, welcher Müll in welche Tonne gehört und gab uns Tipps, was wir machen können, wenn wir beim Thema Müll mal nicht mehr weiter wissen.
Erstaunliches kam da zu Tage, z. B. dass benutzte Tempotaschentücher im Papiermüll arge Probleme bei der Wiederverwertung machen und sie besser im Biomüll aufgehoben sind. Das wusste keiner von uns bis jetzt. Anschließend bekamen alle Kinder einen schicken Helm auf den Kopf gesetzt und los ging's zur Besichtigungstour. Am nachhaltigsten ist uns wohl der Geruch der ganzen Anlage im Gedächtnis geblieben. Manche fanden das ganz schön ekelig.
Aber wie aus Biomüll, in dem auch mal ein Löffel oder ein Kartoffelschäler landen können, richtig echter Humus, also ganz wertvolle, nährstoffreiche Gartenerde wird, dass war schon interessant. Viele kleine Bakterien sind daran beteilig, die bei ihrer Arbeit so doll ins Schwitzen kommen, dass der ganze Müll- / Erdeberg zu dampfen beginnt, ist schon ein Knaller. Übrigens: Die Löffel und die Kartoffelschäler werden mit einem ganz starken Magneten aus dem Müll gezogen und Leute, die einen Herzschrittmacher haben dürfen deswegen hier nicht rein - könnte gefährlich werden.
Frau Mühling zeigte uns noch den Löschteich und die natürlichen Rasenmäher der Anlage. Das waren Ziegen, die alle süß fanden.
Den fertigen Humusboden kann man dann dort vor Ort kaufen. Manche Leute kommen mit dem Auto und laden es voll.
Wir bedankten uns am Ende des Rundganges bei Frau Mühling, die uns noch wirklich ausreichend mit Infomaterial / Malheften etc. pp. ausstattete.
Als wir müde und erschöpft mit unserem Bus gegen 17.15 Uhr wieder Gau-Bischofsheim erreichten, waren alle froh, wieder zu Hause zu sein, wo es doch erheblich besser riecht. ....Vor allem der Busfahrer............
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